TAE-Analyse des Euromonitor International Berichts 2026
„Herstellung und Konsum gefälschter Zigaretten in Europa“
Der Euromonitor International Report 2026 präsentiert alarmierende Zahlen , die die Europäische Kommission und die nationalen Regierungen dazu veranlassen sollten, ihren Ansatz zu überdenken:
- Tabaksteuererhöhungen führen nicht zwangsläufig zu zusätzlichen Einnahmen ;
im Gegenteil: Der Schwarzmarkt – Schmuggel und illegale Produktion – boomt. - Die EU hat sich zu einem globalen Epizentrum für die illegale Zigarettenproduktion und den -konsum entwickelt .
- Allein im Jahr 2024 werden Steuerausfälle in Höhe von 19,4 Milliarden Euro erwartet .
Davon entfallen 4,23 Milliarden Euro auf gefälschte Zigaretten ,
was einem Anstieg von 75 % gegenüber dem Vorjahr entspricht . - Fünf Länder – Frankreich, Ungarn, Tschechien, Rumänien und die Niederlande – sind für 68,5 % des gesamten Wachstums bei gefälschten Zigaretten zwischen 2015 und 2024 verantwortlich .
- Der Schmuggel wird zunehmend durch illegale Produktion innerhalb der EU ersetzt .
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der von der EU propagierte Ansatz „Made in the EU“ zunehmend durch „Fake it in the EU“ ersetzt wird.
Dem Bericht zufolge wird dieser Trend durch starke Erhöhungen der Verbrauchssteuern, Produktverbote und Beschränkungen legaler Alternativen angetrieben, was die Preis- und Bezahlbarkeitslücke zwischen legalen und illegalen Produkten vergrößert und insbesondere preissensible Verbraucher in Richtung illegaler Vertriebswege treibt.
Wer also glaubt, dass eine Erhöhung der Verbrauchssteuern zu einem linearen 1:1-Anstieg der Steuereinnahmen führt, irrt sich gewaltig! Denn wenn die Preise – d. h. die Kosten – für die Verbraucher zu hoch werden, steigt die Verlagerung hin zum Schwarzmarkt und der Konsum dort im gleichen Maße.
Fazit : Verbrauchsteuern auf Luxusgüter wie Tabak, Zucker oder Alkohol eignen sich nicht als verlässliche Eigenmittel der EU. Sie bieten weder auf EU-Ebene noch auf nationaler Ebene eine stabile Grundlage für den Haushalt.
Vor unausgewogenen und übermäßigen Steuererhöhungen kann man nur warnen!
Laden Sie die vollständige Version des TAE-Berichts herunter .
Link zum Euromonitor International-Bericht 2026
Brüssel/München, 15. April 2026
